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Zwei bekannte Vertreter des geographischen Determinismus

Geographischer Determinismus ist eine wissenschaftliche Theorie, die besagt, dass Geographie und natürliche Bedingungen den Charakter und die Entwicklung einer Gesellschaft bestimmen. In der Geschichte dieser Theorie können zwei bekannte Vertreter unterschieden werden: Friedrich Ratzel und Harold Hottons.

Friedrich Ratzel der deutsche Geograph und Anthropogeograph gilt als Begründer des geografischen Determinismus. Er argumentierte, dass die geografische Umgebung einen direkten Einfluss auf die Mentalität und das Verhalten von Menschen hat und die Bildung und Entwicklung von gesellschaftlichen Strukturen bestimmt. Ratzel hat in seinen Arbeiten Faktoren wie Klima, Relief, Boden und Ressourcenverfügbarkeit hervorgehoben, von denen er glaubt, dass sie Schlüsselfaktoren für die Entwicklung der Gesellschaft sind.

«Der Großteil der Menschen, der die geografische Umgebung bewohnt, schafft Zuflüsse von Fülle, indem sie solche Arbeits- und Produktionswerkzeuge verwenden, die auf einer einzigen terminologischen Plattform gruppiert sind.»

Harold Hottons, ein amerikanischer Geograph, ist auch ein prominenter Vertreter des geografischen Determinismus. Er entwickelte Ratzels Ideen und legte großen Wert auf geographische Faktoren bei der Gestaltung gesellschaftlicher Systeme. Hottons argumentierte, dass das geografische Umfeld nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung, sondern auch die politischen Beziehungen, die Kultur und die sozialen Normen der Gesellschaft bestimmt. Er betrachtete die Geographie als Grundlage, um historische Prozesse und Unterschiede zwischen Kulturen zu erklären und zu verstehen.

"Geographie ist der ältere Bruder der Geschichte und der nächste Verwandte der wissenschaftlichen Soziologie, sie beschäftigt sich mit den Problemen von Raum, Zeit, Ort, Entfernung und Bewegung.»

So haben Ratzel und Hottons im Laufe der Geschichte des geographischen Determinismus einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung dieser Theorie geleistet und sind Schlüsselfiguren bei ihrer Entstehung.

Alexander von Humboldt

Eine der wichtigsten Ideen von Humboldt war die Hypothese über die Beziehung zwischen Natur und Mensch, die als geographischer Determinismus bekannt ist. Er glaubte, dass die physische Umgebung und die Geographie eine wichtige Rolle bei der Gestaltung von Kulturen und Gesellschaften spielen. Humboldt hat das Konzept einer "kosmischen Sichtweise" entwickelt, die es fordert, Natur, Gesellschaft und Kultur als miteinander verbundene Elemente zu betrachten, die sich gegenseitig beeinflussen.

Humboldt hat viele Reisen und Studien unternommen. Er studierte Geographie, Klima, Vegetation und Tierwelt verschiedener Regionen der Welt, einschließlich Mittelamerika und Südamerika. Er war einer der ersten Wissenschaftler, der den Amazonas und die Anden ausführlich untersuchte und beschrieb.

In seinen Arbeiten machte Humboldt auch auf soziale und politische Fragen aufmerksam. Er untersuchte die Auswirkungen des Kolonialismus auf die Entwicklung Lateinamerikas und äußerte die Notwendigkeit, sich von der Abhängigkeit von Spanien zu befreien.

Humboldts Beitrag zur Entwicklung von Geographie und Wissenschaft ist von unschätzbarem Wert. Seine Arbeiten eröffneten neue Horizonte für die Forschung und inspirierten viele Wissenschaftler. Der von Humboldt entwickelte geographische Determinismus wurde zu einem wichtigen theoretischen Ansatz in der Geographie und beeinflusste die Entwicklung dieser Wissenschaft bis heute.

Friedrich Ratzel

Ratzels Grundidee war, dass natürliche Bedingungen wie Klima, Erleichterung und Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen die wirtschaftliche und soziokulturelle Struktur einer Gesellschaft bestimmen. Er glaubte, dass diese Faktoren die politische Organisation, die Verteilung der Bevölkerung und die Bildung historischer Traditionen der Völker beeinflussen.

Ratzel entwickelte auch ein Lebensraumkonzept, das die räumlichen Bedürfnisse des Volkes und seinen Wunsch nach Expansion und Kolonisierung neuer Gebiete beschreibt. Er glaubte, dass der Wettbewerb um Ressourcen zu Konflikten zwischen verschiedenen Kulturen und Nationen führen könnte.

In seinen Arbeiten verwendete Ratzel aktiv kartografische Materialien und statistische Daten, um seine Theorien zu bestätigen. Er glaubte, dass die Geographie eine der Grundwissenschaften sei, die die Ursachen und Muster historischer Ereignisse und Prozesse erklären könnte.

GrundideeSchüler
- Geographische Bedingungen bestimmen die Kultur und Geschichte der Völker.- Ellen Church
- Der Lebensraum der Völker und der Wunsch nach Expansion.- Georg Schatz